Brennpunkt Demokratie im "Debattierpark"
Neutrales Land, neutrale Wirtschaft – nichts mehr als ein Mythos?
- Einleitung
- Gerade bei jungen Menschen und Jungparteien in Liechtenstein ist die Neutralität in Verruf geraten. Was ist Neutralität überhaupt im Liechtensteiner Kontext?
Gilt sie heute tatsächlich als Schutz der Unabhängigkeit – oder ist sie eine Ausrede für politische Zurückhaltung und Opportunismus? - Kursziel
- Was bedeutet Neutralität überhaupt im liechtensteinischen Kontext? Ist sie mehr als ein historisch gewachsener Mythos in Anlehnung an die Schweiz?
Im Inputreferat und der anschliessenden Podiumsdiskussion werden Forschende, Vertreter:innen der Industrie sowie junge Politiker:innen, die sich bereits öffentlich zum Thema positioniert haben, erstmals an einen runden Tisch gebracht. - Inhalt
- Aktuelle geopolitische Spannungen und bewaffnete Konflikte erschüttern die regelbasierte internationale Ordnung und bewegen auch die Menschen in Liechtenstein. Was bedeutet diese Entwicklung für das Land und für Europa?
Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg setzt sich auch die Wirtschaft wieder intensiv mit der Neutralitätsfrage auseinander: Ein Industriebetrieb prüft, erneut Waffen zur Verteidigung zu produzieren. Kann oder soll die Industrie überhaupt neutral sein?
Insbesondere junge Politiker:innen haben sich in der Vergangenheit für klare Positionen ausgesprochen: Wenn Staatspräsidenten das Völkerrecht verletzen, müsse Liechtenstein dies deutlich kritisieren und Stellung gegen Kriegstreiber und Machtpolitiker beziehen. Doch welche Folgen haben solche Positionierungen für die Wirtschaft und die Aussenpolitik? Ist vorsichtiges Abwarten manchmal die bessere Strategie – oder muss moralisches Handeln über wirtschaftlichen Interessen und möglichen Einbussen, beispielweise höhere Zölle, stehen?
Der Debattierpark greift diese Fragen auf und lädt zu einer offenen Diskussion über die Rolle Liechtensteins in einer sich wandelnden Welt ein. - Zielgruppe
- Im Vortrag von Georges Baur und der anschliessenden Podiumsdiskussion werden der Mythos Neutralität sowie der Umgang von Politik und Wirtschaft mit der Unparteilichkeit beleuchtet. Auch das Publikum ist eingeladen, Stellung zu beziehen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
- Leitung
- Georges Baur ist Forschungsbeauftragter und Ko-Direktor am Liechtenstein-Institut. Er war lange Stv. Missionschef der Mission Liechtensteins bei der EU in Brüssel. Moderation: Helmut Konrad Inputreferat: Georges Baur Podium: • Yannick Ritter (Junge VU) • Tuana Türkyilmaz (Junge FL) • Nico Büchel (Junge FBP) • Ivo Zuberbühler (GIL/Wirtschaftskammer)
- Ort
- Seminarzentrum Stein Egerta, Salon mit Parkzimmer, In der Steinegerta 26, Schaan
- Beginn
- Sonntag, 1. März 2026, 17:00 bis 18:30 Uhr
- Hinweise
- Anschliessend an die Diskussion gibt es die Gelegenheit, mit den Teilnehmer:innen bei einem Apéritiv ins Gespräch zu kommen.
- Organisation
- Stein Egerta / Barbara Jehle
Brennpunkt Demokratie im "Debattierpark"
Sonntag, 1. März 2026, 17:00 bis 18:30 Uhr
CHF 20.—
(exklusiv Apéritiv-Getränke)

